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Buchbinderei Handwerk

Drucken 16.10.2010, 12:00 Uhr, Veranstaltungen
Über viele Jahre hinweg hat sich der Beruf Buchbinder und das Handwerk einer Buchbinderei verändert und entwickelt.

Mit der klösterlichen Buchbindekunst fing wohl alles an. Diese entstand im klerikalen Raum der Klöster und Kirchen. Dort wurden Bücher geschrieben und auch verstärkt eingesetzt. In einigen Klöstern wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts das Buchbinden sogar gewerbsmäßig betrieben.

Die Buchbinderei als Gewerbe, ist wohl erst im späteren Mittelalter entstanden. Dort, wo geistiges Leben stattfand z.B. in Universitätsstädten, bestand immer mehr Bedarf an weltlicher Literatur. Es wurde viel gelernt und gelesen. Hier lagen die Anfänge des Gewerbes der bürgerlichen Buchbinderei. Es begann eine wachsende Verbreitung von Literatur, die parallel zur klösterlichen Buchbinderei stattgefunden hat. Hauptberufliche Buchbinder in fast allen größeren Universitäts- und Handelsstädten wurden gebraucht und fanden Arbeit.
Der Bedarf nach Literatur und Büchern stieg ebenfalls bei großen Teilen der Bevölkerung mehr und mehr an. Die bürgerliche Buchbinderei wurde somit gefördert. Es entstanden Zünfte und die Buchbinder organisierten sich, da in wirtschaftlicher und sozialer Natur die Form der Organisation der Buchbinderei viele Vorteile brachte.

Der Buchmarkt wuchs durch die entsprechende Nachfrage zu Beginn des 19. Jahrhunderts schnell an und verlangte nach kostengünstigen und einheitlich gebundenen Büchern. Handwerkliche Buchbindereien konnten diesem Anspruch kaum mehr entsprechen. Und so prägte schließlich die zunehmende Industrialisierung auch den Beruf der Buchbinder und das Gewerbe einer Buchbinderei. Eine zukunftsorientierte Handwerksstätte baute sich zu einer Großbuchbinderei auf. Die Zeit der fabrikähnlichen Großbetriebe mit massivem Maschineneinsatz begann ab Mitte des Jahrhunderts.

Heutzutage gibt es viele Spezialbetriebe in der Druckweiterverarbeitung. Druck- und Printprodukte sind sehr vielseitig und unterschiedlich. Neben der immer noch existierenden handwerklichen Buchbinderei, gibt es ebenfalls die industrielle Buchbinderei. Eine solch industrielle Buchbinderei ist mit einem großen Maschinenpark ausgerüstet. Eine breite Produktpalette in Postprint-Dienstleistungen ist für eine Buchbinderei Alltag. Die verschiedensten Verarbeitungsschritte müssen angeboten werden können.
Um auch weiteren zukünftigen Neuerungen, Entwicklungen und Preisentwicklungen im Bereich der Buchbinderei entsprechen zu können, muss ein solcher Maschinenpark stetig erweitert werden. Es werden immer speziellere Maschinen und Automaten gebraucht. Gut ausgerüstet, ergibt sich die Möglichkeit kosteneffizient hochwertige Postprint-Dienstleistungen in gewohnt guter Qualität anzubieten.
Die Arbeit in einer industriellen Buchbinderei bedeutet heute vorwiegend Verarbeitung von Papierbögen zu Zeitschriften, Broschüren, Kalendern, Prospekten oder anderen Werbematerialien. Ohne Buchbindereien hätte man eine Zettelwirtschaft. Heutzutage ist es jeder gewohnt, dass Druckprodukte schön gebunden sind und die Blätter auch fest an ihrem Platz sitzen, dank dem Handwerk einer Buchbinderei.


Autor / Kontakt:
Buchbinderei Breuer GmbH
Herr H. Breuer
Stuttgart
URL: http://www.bubi-breuer.de

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